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Was ist GEO? Generative Engine Optimization einfach erklärt

Tobias Diermeier · · 4 Min. Lesezeit

Illustration: Ein Kunde fragt einen KI-Assistenten nach einem Dachdecker, die Antwort hebt eine Empfehlung hervor und nennt Website, Profil und Bewertungen als Quellen

Immer mehr Menschen tippen ihre Frage nicht mehr in die Google-Suche, sondern stellen sie direkt einem KI-Assistenten: „Welcher Dachdecker in Regensburg ist empfehlenswert?“ oder „Was kostet eine Zahnreinigung?“. Die Antwort kommt als fertiger Text, oft mit zwei, drei konkreten Empfehlungen und Links zu den Quellen.

Für Unternehmen stellt sich damit eine neue Frage: Tauche ich in diesen Antworten auf? Genau darum geht es bei GEO.

Was bedeutet GEO?

GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint sind alle Maßnahmen, mit denen eine Website so aufgestellt wird, dass KI-Assistenten wie ChatGPT, Perplexity, Gemini oder Claude sie finden, verstehen und in ihren Antworten nennen oder verlinken.

„Generative Engines“ sind dabei die KI-Systeme, die Antworten selbst formulieren, statt nur eine Liste von Links auszugeben. Auch die KI-Übersichten in der Google-Suche gehören dazu.

Wie entscheiden KI-Assistenten, wen sie empfehlen?

Für aktuelle Fragen durchsuchen KI-Assistenten das Web, ähnlich wie eine Suchmaschine. Sie rufen passende Seiten ab, lesen die Inhalte und fassen sie zu einer Antwort zusammen. Ob Ihre Website dabei eine Rolle spielt, hängt vor allem von drei Dingen ab:

  1. Kann die KI Ihre Seite überhaupt abrufen? Wenn Ihre robots.txt die Such-Crawler der KI-Anbieter aussperrt oder Ihre Inhalte erst per JavaScript im Browser entstehen, sieht die KI eine leere Seite.
  2. Versteht die KI, wer Sie sind und was Sie anbieten? Klare Texte, eindeutige Angaben zu Leistung und Ort sowie strukturierte Daten helfen dabei.
  3. Vertraut die KI Ihnen als Quelle? Impressum, Kontaktdaten, erkennbare Personen, aktuelle Inhalte und Erwähnungen auf anderen Websites sind wichtige Signale.
Schaubild in vier Schritten: Kundenfrage, Websuche der KI, Lesen der gefundenen Seiten und Antwort mit Empfehlungen und Quellenangaben
So entsteht eine Empfehlung in ChatGPT & Co.: Nur Seiten, die die KI abrufen und verstehen kann, landen in der Antwort.

Was ist der Unterschied zwischen GEO und SEO?

GEO ersetzt klassische Suchmaschinenoptimierung nicht, sondern baut darauf auf. Vieles, was für Google gut ist, hilft auch bei KI-Assistenten. Die Schwerpunkte verschieben sich aber:

SEO GEO
Ziel Gute Platzierung in der Trefferliste Nennung oder Empfehlung in der KI-Antwort
Ergebnis Besucher klickt auf Ihren Link KI nennt Ihren Namen, oft mit Link als Quelle
Wichtig Keywords, Technik, Backlinks Klare Fakten, Fragen und Antworten, Vertrauenssignale, Zugang für KI-Crawler

Ein wichtiger Unterschied: In einer KI-Antwort gibt es keine „Seite 2“. Entweder Sie werden genannt, oder Ihr Mitbewerber.

Welche Rolle spielen KI-Crawler?

Jeder große KI-Anbieter hat eigene Crawler, die Websites abrufen. Für die Sichtbarkeit in Antworten sind vor allem die Such-Crawler entscheidend, zum Beispiel OAI-SearchBot und ChatGPT-User von OpenAI, PerplexityBot, Claude-SearchBot von Anthropic sowie Googlebot und Bingbot.

Davon zu unterscheiden sind Trainings-Crawler wie GPTBot oder ClaudeBot. Sie sammeln Inhalte, mit denen künftige KI-Modelle trainiert werden. Ob Sie diese zulassen, ist eine Geschäftsentscheidung. Für die Sichtbarkeit in der KI-Suche zählen vor allem die Such-Crawler.

Ob eine Website die wichtigen Crawler aussperrt, sehen Sie in der robots.txt. Unser kostenloser GEO-Check prüft das automatisch und zeigt jeden Crawler einzeln an.

Was können Sie konkret tun?

Die gute Nachricht: Die wichtigsten Maßnahmen sind kein Hexenwerk.

  • Crawler zulassen: Prüfen Sie Ihre robots.txt und sperren Sie die Such-Crawler der KI-Anbieter nicht aus.
  • Inhalte direkt ausliefern: Ihre Texte sollten im HTML stehen und nicht erst per JavaScript geladen werden.
  • Klar sagen, was Sie tun und wo: „Dachdecker in Regensburg für Steildach und Flachdach“ ist für eine KI wertvoller als „Ihr Partner für Qualität“.
  • Fragen beantworten: Formulieren Sie Überschriften wie die Fragen Ihrer Kunden und beantworten Sie sie direkt darunter.
  • Strukturierte Daten nutzen: Mit Schema-Markup wie LocalBusiness oder FAQPage beschreiben Sie Ihr Unternehmen maschinenlesbar.
  • Vertrauen zeigen: Impressum, vollständige Kontaktdaten, echte Ansprechpartner und aktuelle Inhalte.
  • Im Netz präsent sein: Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, Einträge in Branchenverzeichnissen und Bewertungen helfen der KI, Sie als echtes Unternehmen einzuordnen.

Eine ausführliche Anleitung finden Sie in unserem Artikel Von ChatGPT empfohlen werden: 7 Schritte für lokale Unternehmen.

Brauche ich eine llms.txt?

Die llms.txt ist ein Vorschlag für eine kurze Übersichtsdatei, die KI-Systemen die wichtigsten Seiten einer Website nennt. Sie schadet nicht, wird von den großen Anbietern aber bislang nicht offiziell unterstützt. Wichtiger sind die Grundlagen oben.

Fazit: Lohnt sich GEO für kleine Unternehmen?

Ja, gerade für lokale Unternehmen. Wer nach einem Handwerker, einer Praxis oder einem Restaurant in seiner Nähe fragt, bekommt von KI-Assistenten nur wenige Namen genannt. Wer dort auftaucht, hat einen klaren Vorsprung.

Der erste Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme. Mit dem GEO-Check von webilio sehen Sie kostenlos und in unter einer Minute, wie gut Ihre Website für KI-Systeme aufgestellt ist und ob ChatGPT & Co. Ihr Unternehmen bereits empfehlen.

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